Weihnachtsurwald Berlin-Mitte

 

 

Plant Storage
Urban Gardening Projekt Weihnachtsurwald
Ziemlich krumme Dinger

Nordmanntannnen können bis zu 60 Meter hoch werden bei einem Stammdurchmesser bis 2 Meter und einem Höchstalter von 500 Jahren. Es ist eine merkwürdige Tradition die Bäume zu einem heiligen Fest abzuholzen und dann wegzuschmeißen. Nicht im Weihnachtsurwald: Abholzen kommt nicht in die Tüte

In unserem "Weihnachtsurwald" wachsen Tannenbäume, so wie sie die Natur geschaffen hat: Krumm, schief, individuell. Manche unserer "lustigen" Nordmanntannen entsprechen nicht der genormten Weihnachts-Wuchsform. Alle Bäume wurden aufwändig jahrelang verschult (mehrmals umgetopft), damit das Wurzelwerk zum erfolgreichen Auspflanzen erhalten bleibt

Manche der sog. "llustigen" Bäume sehen aus wie superteure Bonsais, manche haben zwei Spitzen, und andere wirken ganz buschig. Alle kosten aber weniger als die Hälfte, da es sich ja um B-Ware handelt. Aber gibt es in der Natur erste und zweite Klasse? Finde es selber heraus und suche Deinen perfekt unperfekten Weihnachtsbaum im Weihnachtsurwald.

Da der Raum in der Stadt immer mehr verdichtet wird, gibt es Nordmanntannen zum Weihnachtsfest auch zur Miete mitten aus der Berlin. Nach Weihnachten kommt Dein Baum in ein Wild- oder Waldprojekt, und Du bekommst die Hälfte des Kaufpreises zurück. Unsere Vision: Alle unsere Bäume könnten eines Tages einen riesigen uralten Wald ergeben - der Weihnachtsurwald als Urkeimzelle!


Tannenbaum Kultur im Weihnachtsurwald - Weihnachtsbäume in Berlin Mitte
Mitten im Winter in Mitte

Der Weihnachtsurwald ist ein winterliches Urban Gardening Projekt mitten in Berlin. Urbanes Gärtnern beschränkt sich nicht nur auf Frühjahr, Sommer und Herbst. Der Weihnachtsurwald sorgt auch für eine lokale Verbesserung des Mikroklimas. Eine Weihnachtsdekoration kann auch nachhaltig sein!

Urban Gardening - es geht um die nachhaltige Bewirtschaftung gärtnerischer Kulturen, umweltschonende Produktion und einen bewussten Konsum landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die kleinräumige, gärtnerische Umnutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten ist in Berlin nicht nur eine Sommerangelegenheit

Der Ausstoß von Kohlendioxid kann verringert werden. Unsere Weihnachtsbäume im Topf sind so handlich, dass sie bequem mit U-Bahn transportiert werden können (Durchschnittslänge 120cm, Gewicht 15kg). Dabei bleibt die Weihnachtsromantik nicht auf der Strecke. Wald hat eine mystische und zentrale Bedeutung, nicht nur in der Bewegung der Fantasy-Literatur. Der liebevoll gärtnerisch angelegte Weihnachtsurwald ist auch eine stimmungsvolle Berreicherung mitten in der Großstadt

Tannenbaum Kultur im Weihnachtsurwald - Weihnachtsbäume in Berlin Mitte
Geheime Bäume

Ein ganzes Kiefernwäldchen wurde aufwändig ein Stückchen weiter vor dem Bundesnachrichtendienst (BND) an der Chausseestraße gepflanzt. Zwanzig 15 Meter hohe in Brandenburg gezogene Kiefern vermitteln das Bild der typisch brandenburgischen Waldlandschaft. der BND-Wald, ein Projekt dass vielleicht eine Million Euro gekostet hat

Der BND-Architekt Jan Kleihues über den Kontrast mit den Kiefer: "Trotz aller Perfektion und Durchdachtheit dieses riesigen Bauwerks bedarf seine Architektur doch einer gewissen visuellen Fraktur." Deswegen setzte er die Kiefern vor dem Bau. Sie seien nicht nur heimisch in Berlin, sondern auch "krüppelig und unperfekt".

Diese urbane gärtnerische Achse setzen wir zu Weihnachten entlang der Chausseestraße fort. In einer technisch aufwändigen Aktion haben wir im Weihnachtsurwald eine 7 Meter hohe hochstämmige ebenfalls verschulte Kiefer im Kübel aufgestellt (also auch zum Auspflanzen). Dort im Kiez, wo die einstige Berliner Mauer viele Jahre eine Leere erzeugt hat, hält ein Stück Wald wieder Einzug in die Großstadt. Die umwaldeten Mauer-Elemente am Ballhaus Berlin und der Blumomat stehen auch hierfür als Erinnerung, nach 30 Jahren Mauerfall.

Kiefern als Weihnachtsbäume sind dieses Jahr ein deutlicher Trend. Sie wächst im brandenburgischen Sand und ist der Baum der Region. Zu Weihnachten gibt es bei uns im Weihnachtsurwald daher auch BND-Kiefern im Taschenformat (im 12cm Topf natürlich auch zum Auspflanzen) - allerdings ohne Peilsender



Über Urwälder die verschwinden

Hört man das Wort "Urwald", assoziiert man damit vermutlich erst einmal südamerikanische Tropenwälder oder sonstige exotische Gehölze. Dabei existieren Urwälder eigentlich in jeder Klimazone der Erde – nur bei uns in Europa findet man sie kaum noch

Weihnachtsbaum mieten oder kaufen im Weihnachtsurwald Berlin-Mitte

Wälder machen in Deutschland rund ein Drittel der Gesamtfläche aus. Im europaweiten Vergleich ist Deutschland grüner als viele andere Länder. Dennoch ist heute kaum vorstellbar, dass es über den gesamten Kontinent einmal einen riesigen Urwald gegeben hat. Viele Jahrhunderte lang wurden die Waldgebiete vom Menschen konsequent abgeholzt und die Wälder für die Landwirtschaft, Siedlungen und Baumaterial gerodet. Die Wälder des Elbsandsteingebirges, der Bayerische Wald oder die grünen Berge des Harzes sind Überreste riesiger Urwälder, die es bei uns einmal gegeben hat.

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  • Urwald existiert in Deutschland so gut wie nicht mehr. Damit er wieder entsteht, müssen Wälder in Ruhe gelassen werden: Die Wildnis von heute ist der Urwald von morgen. Anders als Landschafts- und Naturschutzgebiete dürfen Wildnisgebiete gar nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden. Bis das wirkt, bis hier ein möglichst ursprünglicher Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen entsteht, vergehen Jahrzehnte - eigentlich sogar Jahrhunderte. Naturbelassene Wälder in Deutschland stellen laut Experten weniger als 1% der Waldfläche und damit nur 0,3% der Gesamtfläche in Deutschland. Noch seltener sind so genannte Primärwälder. So bezeichnen Wissenschaftler natürliche Wälder, die seit mehreren hundert Jahren ohne menschlichen Einfluss sind. Ohne menschliches Zutun wären weite Teile Mitteleuropas mit Buchenwäldern bedeckt

Weihnachtsurwald in Berlin-Mitte: krumme Weihnachtsbäume zu vermieten
Der immergrüne boreale Nadelwald, Vorbild für den Weihnachtsurwald: Statt einer weitgehend offenen Nadelstreudecke ist der Boden flächendeckend mit Zwergsträuchern (vor allem Heidelbeeren) und Moosen bewachsen, die sich oft dicht am Boden liegend (spalierartig) ausbreiten. Zudem ist eine große Menge liegendes und stehendes Totholz vorhanden, das sich in allen Stadien der Verrottung befindet (20 bis 30% stehendes Totholz sind im natürlichen Wald charakteristisch)

Kunstprojekt Weihnachtsurwald in Berlin Mitte: Tannenbäume mieten oder kaufen



"Die moderne Forstwirtschaft in Deutschland ist eine reine Bewirtschaftungsform und hat nichts mit einem ursprünglichen natürlichen Wald zu tun. Monokulturen begünstigen Schädlinge
und machen die Wälder anfälliger. Richtige Urwälder in Deutschland gibt es so gut wie gar nicht mehr. Es ist alles der Optimierung unterworfen, zuungunsten der Natur," so Andreas Fritz, der mit dem Weihnachtsurwald auch zu einem generellen Umdenken anregen will.

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Borealer Nadelwald – lat. borealis für „nördlich“ – (auch als Taiga bekannt) ist ein Begriff aus der Geographie und bezeichnet verallgemeinernd einen bestimmten Landschaftstyp der globalen Maßstabsebene. Aus Sicht der Geobotanik (Pflanzengeographie) ist der boreale Nadelwald ein natürlicher Vegetationstyp, der vor allem unter den Bedingungen des Schnee-Waldklimas entsteht. In ihrer erdumspannenden (geozonalen) Ausdehnung gehören die borealen Wälder zu den Vegetationszonen. Aus Sicht der Ökologie ist der boreale Nadelwald ein globales Ökosystem, das entweder als Biom oder Ökoregion bezeichnet wird. Die Taiga ist die nördlichste Waldformation der Erde. Sie kommt ausnahmslos auf der Nordhalbkugel vor. Auf der Südhalbkugel fehlen die großen Landmassen, so dass die für die borealen Wälder typischen Klimaelemente so nicht vorkommen.

  • Boreale Nadelwälder liegen in Eurasien (Nordeuropa, Sibirien, Mongolei) und Nordamerika (Kanada, Alaska). Sie sind mit etwa 1,4 Milliarden Hektar der größte zusammenhängende Waldkomplex der Erde und die wirtschaftlich wichtigste Waldregion. Von dieser Fläche sind jedoch etwa 150 Millionen Hektar bedingt durch Feuer, Sturm, großflächigen Insektenfraß oder menschliche Aktivitäten temporär nicht bewaldet. Tatsächlich sind am Anfang des 3. Jahrtausends über 30% der borealen Nadelwälder in einem weitgehend unbeeinflussten natürlichen Zustand. Diese Gebiete sind nahezu unbesiedelt. Weniger als 40% sind noch naturnah und relativ gering beeinflusst.

  • Der Hauptgrund für die Dominanz der immergrünen Nadelbäume ist der Umstand, dass sie ganzjährig über einen voll ausgebauten Photosyntheseapparat (d. h. Nadeln) verfügen, während Laubbäume jedes Jahr (zudem bei hohem Nährstoffbedarf) neue Blätter entwickeln müssen. Die Photosyntheseaktivität der mehrjährigen Nadeln setzt nur aus, solange die Nadeln bei unter −4 °C gefroren sind. Die Nadelbäume der dunklen Taiga werden 15 bis 20 Meter hoch, die Lärchen der hellen Taiga bringen es nur noch auf rund acht Meter und die krüppelwüchsigen Bäume der Waldtundra werden nur noch vier bis sechs Meter hoch. Die boreale Zone beginnt im Süden dort, wo das Klima für Hartholz-Laubbäume zu ungünstig ist, d. h. wo die Anzahl der Tage mit Tagesmitteltemperaturen über 10 °C unter 120 liegt.
  • Charakteristisch für die verschiedenen Formen der borealen Wälder sind relativ gleichförmige Nadelwaldgebiete, die weltweit von nur vier Nadelholz-Gattungen geprägt werden – von Fichten, Kiefern, Tannen und Lärchen –, deren Wuchsbild nach Norden hin immer schlanker wird. Der Boden ist zumeist flächendeckend von relativ niedrig wachsenden, sommergrünen Zwergsträuchern (insbesondere aus der Gattung der Heidelbeeren) und von dicken „Teppichen“ aus Moosen und Flechten bedeckt. Totholz findet sich in allen Stadien in großen Mengen


Weihnachtsbäume zum Verkauf in BerlinÜber das gärtnerische Konzept

Der Weihnachtsurwald ist ein gartenkünstlerische Annäherung an den so genannten Bornimer Stil, eine Strömung des Art deco Gartenstil der 1920er Jahre. Das Landschaftliche wird dabei räumlich konzentriert und wohnlich gemacht. Das Gelände wird plastisch durchgeformt. Die Betonung dieser Hügel- und Absenkungslandschaften erfolgt durch Wege und Pflanzungen.

Bei der Bepflanzung wurden bereits in den Zwanzigern mit Hilfe pflanzensoziologischer Kriterien „ökologische Bilder“ geschaffen, die sich aus den jeweiligen Standorten und Jahreszeiten ableiteten. Über die „Schönheit“ der Pflanze wollte man ein Gleichgewicht zwischen Natur und Kultur herstellen, über den Garten die psychische und geistige Befreiung des Menschen erreichen.

Ein Garten sollte dabei nach sachlichen Überlegungen geschaffen werden. Er würde dann von alleine in seine Gartenschönheit hineinwachsen. Die in ihrer Wuchsart nicht behinderte Pflanzen verbanden Haus und Garten. Der damalige „Garten für Jedermann“ nutzten bereits in allen Bereichen die Sonnenenergie optimal aus. Im ergänzenden und durchdringenden Nebeneinander zweier Kunstwelten („des regelmässig-architektonischen und des natürlich stilisierten“) gab keinen Unterschied zwischen einem Nutz- und einem Lustgarten

Weihnachten im Weihnachtsurwald Berlin-Mitte

Unsere Urwaldöffnungszeiten

Montag – Freitag: 15:00 – 17:00 Uhr
Samstag + Sonntag: 12:00 – 16:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Täglich bis zum 24. Dezember 2018

Weihnachten im Weihnachtsurwald Berlin-Mitte

 

Auf zum Weihnachtsurwald

Weihnachtsurwald Xmas Station U-Bhf Naturkundemuseum
U-Bhf Naturkundemuseum - zum Weihnachtsurwald im Ballhaus Berlin

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